Gerade sitzt mir der Heimwehvogel ein bisschen im Nacken und ich würde viel dafür geben, einen herbstspaziergang durch Berlin zu machen oder eine lange Joggingtour. Ich möchte durch den Treptower Park laufen und die Blätter unter meinen Füßen rascheln hören und Kastanien sammeln.
Na gut. dafür habe ich nächste Woche frei. Denn am Mittwoch ist der Dia de los muertos (der Tag der Toten), einer der größten Feiertage Mexikos. Es wird gekocht, was die Verstorbenen jeder Familie gerne gegessen haben, denn man glaubt, dass sie in der Nacht vor dem Dia zurück auf die Erde kommen und sich noch einmal ordentlich die Bäuche vollschlagen wollen. Am Dia selber geht man dann auf den Friedhof, dort wird getanzt, gesungen und gelacht. Ich bin gespannt.
An der Schule wird der Dia auch zelebriert. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die mir eine Lehrerin erzählt hat:
Letztes Jahr zum Tag der Toten hat ein Schüler ein Messer mit in die Schule genommen und andere Schüler bedroht (nur zum „Spaß“), daraufhin hat die Lehrerin die Mutter des Jungen in die Schule bestellt und ihr gesagt, was vorgefallen ist und dass so etwas nicht geht. Daraufhin sagt die Mutter des Jungen: „Na, wenn Sie so empfindlich sind, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen!“
Tja, was soll man dazu sagen :) Mal sehen, was dieses Jahr passiert.
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