Sonntag, 18. September 2011

Tag Am Meer


Letzte Woche Mittwoch hatte ich auf der "Feria" (eine Art Volksfest) hier in Cholula das erste Mal das Vergnügen mexikanischen Tequila probieren zu dürfen :) Ich muss sagen, dass ich mir mehr erwartet habe :) Stark ist er aber natürlich trotzdem, so dass ich am Donnerstag nicht ganz so fit zur Arbeit getaumelt bin :)


Das war aber nicht so schlimm, denn am Donnerstag war sowieso eine große Feier zur mexikanischen Unabhängigkeit und an der Schule war nicht viel los.
Abends gab es noch eine große Party in jeder Stadt Mexikos, wo alle Menschen sich auf dem Marktplatz zusammen finden und ganz laut: "Viva Mexico!" schreien. Überhaupt tragen alle Menschen an diesem Tag rot, grün, weiß, die Farben der mexikanischen Flagge und essen und tanzen und trinken Tequila. Einige sind noch ein bisschen zu klein zum Tequila trinken, aber sie haben trotzdem Spaß:)


Den abendlichen Feierlichkeiten bin ich aus dem Weg gegangen, denn ich habe mir gedacht: Was gibt es besseres als ein langes Wochenende ans Meer zu fahren?


Wahrscheinlich nicht so viel :) und so haben wir uns Donnerstag spontan entschieden uns mit dem Nachtbus auf den Weg nach Acapulco zu begeben. Acapulco liegt am Pazifik und war früher quasi eine Touristenhochburg. Spätestens seit 2007 dort zwei Touristen erschossen wurden, sind kaum mehr Ausländer dort zu sehen. Acapulco hat sich eher zur Drogenhochburg entwickelt :) An Weihnachten wurden dort in einem Kaufhaus mehreren Menschen die Köpfe abgeschlagen und in den Schaufenstern aufgehängt.


Ja, solche Geschichten hört man über Acapulco. Eigentlich wollten wir auch nach Veracruz fahren. Nachdem aber eine Bekannte dort kürzlich war und regelmäßig Schüsse gehört hat, haben wir uns - auch dem Rat einiger Mexikaner folgend - für Acapulco entschieden.

Die Armut dort ist förmlich greifbar. Am Strand wird einem alle zwei Minuten etwas angeboten: eine Massage, eine neue Frisur, Schmuck... Auch viele Kinder laufen in der Gegend herum und wollen einem Spielzeug andrehen. An den meisten Häusern blättert die Farbe ab. Die Stadt wimmelt von Taxis, nur ist keiner da, der mit ihnen fahren will.
Wirklich helfen kann man den Menschen dort allerdings nicht.
Ich finde Acapulco selber auch nicht besonders schön. Wir haben uns selber natürlich nur in den belebten Gegenden aufgehalten, die quasi die Touristengegenden sind. Aber selbst dort sind die Häuser renovierungsbedürftig, die Restaurants verkommen, die Straßen sind leer.
Was das mit den Drogenkriegen genau auf sich hat, das habe ich noch nicht ganz verstanden. Nur, dass es in den letzten Jahren immer schlimmer geworden ist und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich dieser Krieg in ganz Mexiko verbreitet hat - also auch in die im Moment noch sicheren Städte, wie Puebla, kommt.


Seit ein paar Minuten bin ich auch wieder hier, in sicherem Gebiet, in meinem neuen Zuhause - die Fahrt zurück hat statt 6 11 Stunden gedauert. Naja, die Mexikaner nehmen es mit der Pünktlichkeit eben nicht so genau....:)

2 Kommentare:

  1. Das hört sich ja nicht so gut an für Mexiko, pass gut auf dich auf!! und mach das beste draus!!!

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  2. Goin' loco dooown in Acapulcooo *lalalala* :D
    http://www.youtube.com/watch?v=weGiFoK4JeI

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